Themen

Seiteninhalt

Wer steht hinter dem Sperr-Notruf 116 116?

Gründung

Seit über einer Dekade obliegt Verbrauchern im Falle des Verlusts von verschiedenen elektronischen Medien - unter anderem Bankkunden-, Maestro- und Kreditkarten, Handys, Krankenkassenkarten, Mitarbeiterausweise oder Kundenkarten - die Möglichkeit, diese über die Hotline des Sperr-Notrufes 116 116 sperren zu lassen. Schließlich können im Verlustfall für den Herausgeber gleichermaßen wie für den Verbraucher über finanzielle Schäden hinaus auch datenschutz- oder datensicherheitsspezifische Bedrohungen entstehen. Und diesen gilt es schnellstmöglich entgegenzuwirken: Durch eine zentrale Nummer, die von Verbrauchern rund um die Uhr und innerhalb Deutschlands gebührenfrei angewählt werden kann, um diverse elektronische Medien in einem Schritt sperren zu lassen.

Um dieses Anliegen in die Realität umzusetzen, wurde im Februar 2002 der Verein Sperr e.V. (heute: Sperr-Notruf 116 116 e.V.) gegründet. Zur Historie und den Meilensteinen: Der seinerzeit amtierende Bundesinnenminister Otto Schily übernahm im Sommer des gleichen Jahres die Schirmherrschaft des Vereins. Der Minister begründete sein persönliches Engagement damit, dass eine zentrale Sperrvermittlung für elektronische Berechtigungen schon im Hinblick auf die weite Verbreitung von Kredit- und Zahlungskarten plausibel und relevant erscheine. Außerdem sei es für die Umsetzung der eGovernment-Initiative der Bundesregierung „BundOnline 2005“ erforderlich, eine umfassende Verbreitung und hohe Akzeptanz von elektronischen Signaturkarten in der Bevölkerung zu erreichen. In Folge nahm das Bundeskabinett die neue Sperrvermittlung außerdem in den Masterplan „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ als Initiative des dazugehörigen Vereins auf und verabschiedete diesen. Weiterhin fungierte der Verein als Teil der Expertengruppe für das Forum „Card Stop Europe“ der Europäischen Kommission. Durch die Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Interessen sowie mit der Erstellung eines tragfähigen Umsetzungskonzepts, erhielt der Sperr e.V. im Dezember 2004 von der Bundesnetzagentur die Zuteilung für die Rufnummer 116 116 unter diversen Auflagen. Seit 2005 ist die Sperrvermittlung 116 116 schließlich unterbrechungsfrei tätig. Jährlich werden inzwischen rund 1,4 Millionen Sperrweiterleitungen veranlasst.

Vereinsmitgliedschaft und Satzung

Als Mitglied können nur juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts im Verein aufgenommen werden. Die Mitgliedschaft am Sperr-Notruf 116 116 e. V. gilt für die Teilnahme von Herausgebern nicht als Voraussetzung. Satzung des Sperr-Notrufs 116 116 e. V.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Interesse an der Vereinsmigliedschaft des Sperr-Notrufs 116 116 e. V., dann wenden Sie sich bitte an: info@remove-this.sperr-notruf.de

Mitglieder des Sperr-Notruf 116 116 e. V.

  • Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V.
  • Deutsche Telekom AG
  • EURO Kartensysteme GmbH
  • DZ-Bank AG
  • CardProcess GmbH
  • S Direkt-Marketing GmbH & Co. KG
  • SERVODATA GmbH
  • Vier persönliche Gründungsmitglieder:
    Dr. Christian Cornett
    Dr. Martin Lockel
    Margit Schneider
    Stefan Hütte

Vorstand des Sperr-Notrufs 116 116 e. V.