Betrug beim Online-Banking

So schützt Du Dich vor Missbrauch und erkennst Betrugsmaschen

Überweisungsformulare besorgen, ausfüllen und zur Bank bringen – dieser Aufwand ist längst nicht mehr nötig. Heute lassen sich Bankgeschäfte unkompliziert zu Hause per Online-Banking erledigen. Doch mit der Bequemlichkeit, die das Verfahren bietet, kommen Risiken. Erfahre in unserem Ratgeber, wie Du Dich vor Betrug beim Online-Banking schützt.

Du sitzt auf dem Sofa und Dir fällt siedend heiß ein, dass Du der Arztpraxis noch die Kosten der letzten Zahnreinigung überweisen musst. Ein Griff zum Handy genügt: Du öffnest die Banking-App, bezahlst digital und lehnst Dich zurück. Nur wenig später blinkt Dein Smartphone mit einer neuen Nachricht auf – eine unbekannte Nummer möchte, dass Du Dein Konto verifizierst. Solltest Du das nicht schnell genug erledigen, drohen Konsequenzen und eine Sperrung. Lass Dich nicht verunsichern! Betrug beim Online-Banking kommt immer häufiger vor und Kriminelle versuchen, an Kontozugänge zu gelangen.

Wie erkennt man Betrug beim Online-Banking?

Eine beliebte Betrugsmasche beim Online-Banking ist das Phishing. Betrügerinnen und Betrüger versuchen dabei, mit gefälschten Nachrichten, E-Mails oder SMS Zugangsdaten zu erbeuten. Dabei nutzen sie folgende Formulierungen:

  • Bestätige Dein Konto.

  • Überprüfe diese Zahlung oder gib sie frei.

  • Deine Karte wird gesperrt.

  • Erneuere Dein Sicherheitszertifikat, bevor es abläuft.

  • Aktualisiere persönliche Daten.

So schützt Du Dich vor Betrug beim Online-Banking

Behalte Deine Zugangsdaten für Dich: Gib Deine Zugangsdaten nie an Dritte weiter. Auch Bankmitarbeitende würden Dich nicht danach fragen. Bewahre Passwörter und PINs sicher auf und verwende nicht dieselben für mehrere Dienste.

Rufe die Bankseite selbst auf: Du wirst zu einer dringenden Handlung aufgefordert, bist Dir aber nicht sicher, ob die Nachricht seriös ist? Klicke auf keine Links, sondern gehe auf die Internetseite Deiner Bank oder Sparkasse. Loggst Du Dich dort ein, findest Du wichtige Hinweise Deiner Bank oder Sparkasse. Im Zweifelsfall kannst Du Dich direkt mit der Bank oder Sparkasse in Verbindung setzen.

Prüfe Freigaben: Bevor Du TANs preis- oder Apps freigibst, solltest Du sichergehen, dass Name der Empfängerin oder des Empfängers, IBAN und Betrag stimmen. Stelle Dir außerdem die Frage, ob die Nachricht inhaltlich zu dem von Dir gestarteten Prozess passt.

Halte Deine Geräte aktuell: Aktualisiere Dein Betriebssystem, die Banking-App und den Browser regelmäßig. Verwende einen Virenschutz und prüfe Zugriffsrechte sowie die Quellen von Apps.

Lege sinnvolle Limits fest: Ein Überweisungslimit begrenzt den Schaden, den ein Betrugsfall anrichten kann.

Aktiviere Push-Nachrichten in der Banking-App: Benachrichtigungen zu Transaktionen informieren Dich direkt über Kontoaktivitäten. Falls auffällige Abbuchungen stattfinden, weißt Du sofort Bescheid und kannst reagieren.

Im Ernstfall ist es wichtig, schnell zu handeln. Kontaktiere den Sperr-Notruf unter 116 116. Dort lässt sich nicht nur die Karte sperren, sondern auch der Online-Banking-Zugang direkt.  Ob das Online-Bank Deiner Bank oder Sparkasse über den Sperr-Notruf sperrbar ist, kannst du hier herausfinden. Bedenke aus dem Ausland immer die entsprechende Auslandsvorwahl, beispielsweise +49 116 116. Sollte der Sperr-Notruf unter dieser Nummer nicht erreichbar sein, nutze die alternative Nummer +49 30 4050 4050. Informiere anschließend Dein Geldinstitut über den Vorfall und kläre das weitere Vorgehen mit ihnen ab.

Lass Dich nicht unter Druck setzen und überlege, bevor Du handelst. So überweist Du der Zahnarztpraxis schnell und einfach die Kosten der Zahnreinigung, erkennst die dubiose SMS als Betrugsmasche beim Online-Banking und kannst weiterhin auf dem Sofa entspannen.

Verlust gemerkt. Sofort gesperrt.

Kartenbetrug und digitalen Identitätsdiebstahl stoppen.

Sperr-Notruf 116 116

Die Nummer, die Dein Konto schützt.

Immer erreichbar. Gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz.
Aus dem Mobilfunknetz und aus dem Ausland können Gebühren anfallen.