Themen

Seiteninhalt

FAQ - Frequently Asked Questions

Was mache ich, wenn die Zahlungskarte verloren, gestohlen oder vom Geldautomaten eingezogen wurde?

Lassen Sie die Karte sofort sperren und melden Sie den Verlust Ihrer Bank oder Sparkasse. Eine Kartensperrung können Sie unter 116 116 rund um die Uhr vornehmen. Notieren Sie den Zeitpunkt der Sperrung. Wurde Ihre Karte gestohlen, melden Sie den Kartenverlust sofort der Polizei und erstatten Anzeige.

Welche Daten benötige ich zur Sperrung?

  • Bei girocards, Maestro-, V PAY-, Bankkunden-, Spar- und Geldkarten: Ihre Kontonummer und Bankleitzahl, alternativ die IBAN.
  • Bei Kreditkarten: Name des Kartenherausgebers oder alternativ die Bankleitzahl
  • Bei SIM-Karten: Ihre Rufnummer
  • Bei Online- und Telebanking-Accounts: Ihre Kontonummer oder Zugangsdaten
  • Für die eID-Funktion des neuen Personalausweises und des Heilberufsausweises: Ihr Sperrkennwort

Wie kann ich aus dem Ausland sperren?

Der Sperr-Notruf 116 116 ist über die jeweilige Landesvorwahl für Deutschland erreichbar. Meist ist dies die +49 116 116. Sie können die richtige Vorwahl in unserer Liste der Auslandsvorwahlen nachschauen. Sollte die 116 116 in Ausnahmefällen von einem ausländischen Telefonnetz nicht erreichbar sein, erreichen Sie den Sperr-Notruf auch unter der Rufnummer: +49 (0) 30 4050 4050.

Kann ich meine Karte hier auf der Webseite sperren?

Leider ist eine Kartensperrung weder per E-Mail noch online möglich. Sie können telefonisch oder per Fax sperren: https://www.sperr-notruf.de/jetzt-sperren/

Muss ich als Karteninhaber für die Aufgabe einer Sperre Teilnehmer am Sperr-Notruf sein?

Nein. Sie müssen weder registriert sein, noch ein Teilnehmer des Sperr-Notrufs sein.

Kostet eine Sperrung Geld?

Die Sperrung selbst kostet Sie nichts, es können jedoch Gebühren für Ihren Anruf anfallen. Aus Deutschland ist der Anruf via Festnetz und Mobilfunknetz gebührenfrei. Aus dem Ausland ist die Höhe der Gebühren abhängig vom ausländischen Anbieter/ Netzbetreiber.

Was ist nach einer Sperrung beim Sperr-Notruf 116 116 noch zu beachten?

Melden Sie den Verlust auch Ihrer Bank oder Sparkasse und notieren Sie sich den Zeitpunkt der Sperrung. Wurde Ihre Karte gestohlen, erstatten Sie sofort Anzeige bei der Polizei. Notieren Sie sich den Zeitpunkt der Anzeige und den Namen des Beamten, der die Anzeige aufnimmt. Sofern Sie eine Bescheinigung der Anzeigenerstattung erhalten, bewahren Sie diese gut auf.

Warum sollte ich nach der Kartensperrung auch zur Polizei gehen?

In Deutschland existieren zwei unterschiedliche Zahlungsverfahren. Zum einen die Zahlung mit PIN-Eingabe (offizielles nationales Zahlungsverfahren der deutschen Kreditwirtschaft) und zum anderen die Zahlung mit Unterschrift (SEPA Lastschrift). Bei letzterem wird bei einer Zahlung ein Lastschriftbeleg generiert und mit der Unterschrift gibt der Kunde dem Händler eine einmalige Einzugsermächtigung, den Betrag von seinem Konto einzuziehen.

Damit (Handels-) Unternehmen Zahlungen mittels SEPA Lastschrift mit gestohlenen oder verlorenen Karten ablehnen können, bedarf es einer weiteren Sperrung der SEPA Lastschrift. Im Rahmen der Erstattung einer Anzeige, bieten Polizeibehörden auf Wunsch des Anzeigenstellers die zusätzliche Erfassung einer KUNO-Meldung an. Hierzu werden die KUNO-relevanten Kontodaten (IBAN und wenn bekannt Kartenfolgenummer) aufgenommen und an die zentrale Meldestelle des EHI übermittelt. Von dort aus werden die Daten umgehend den registrierten KUNO-Empfängern zur Verfügung gestellt. So kann ein weiterer Missbrauch verhindert werden! Mehr zu KUNO.

An wen wende ich mich, wenn ich Fragen zu einer aufgegebenen Sperrung habe?

Bei Fragen zu einer erfolgten Sperre nehmen Sie direkt Kontakt zu Ihrem kartenausgebenden Institut auf.

Wer haftet für den Schaden der bis zur Kartensperrung entstanden ist?

Karteninhaber sind im Zeitraum zwischen Verlust oder Diebstahl der Karte und der Sperrung durch eine Haftungsobergrenze von 50 Euro geschützt, bei einigen Instituten sogar ganz von der Haftung befreit – sofern sie nicht grob fahrlässig gehandelt haben. Die Haftungsregelung wird von den einzelnen Instituten gemäß der jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen gehandhabt. Sprechen Sie bei Fragen zu Ihrer Haftung daher Ihr kartenausgebendes Institut an.

Was bedeutet grobe Fahrlässigkeit?

Grobe Fahrlässigkeit liegt beispielsweise vor, wenn

  • die PIN auf der Karte vermerkt wurde.
  • die PIN zusammen mit der Karte am selben Ort (z.B. im Portemonnaie) aufbewahrt wurde.
  • die PIN einer anderen Person mitgeteilt und dadurch der Missbrauch verursacht wurde.
  • das Abhandenkommen der Karte nicht sofort bei der Bank/ Sparkasse oder dem Sperr-Notruf gemeldet wurde.
  • der Geldbeutel unbeaufsichtigt (zum Beispiel im PKW, in der Handtasche oder am Arbeitsplatz) zurückgelassen wurde.
  • wenn sich die Karte in einem Mantel oder einer Tasche befand, die an einer frei zugänglichen Garderobe oder über einer Stuhllehne in einem Restaurant/Café hingen

Kann ich die Sperrung rückgängig machen, falls ich meine Karte wiederfinde?

Für das Entsperren der girocard wenden Sie sich bitte an Ihr kartenausgebendes Institut. Kreditkartensperrungen werden in der Regel nicht rückgängig gemacht, weitere Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem kartenausgebenden Institut.

Was mache ich, wenn ich meine Karte nicht verloren habe, aber komische Abbuchungen auf meinem Konto finde?

In diesem Fall wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank oder Sparkasse, lassen die Transaktionen prüfen und diese - wenn möglich - zurückbuchen.